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LitTree – eine Idee beim Mittagessen

Was passiert, wenn Gründer:innen verschiedener Start-ups gemeinsam Mittagspause machen? Du ahnst es, sie spinnen an Ideen. Und in einer dieser Mittagspausen in unserem Inkubator entstand die Idee zum LitTree, eine solarbetriebene Ladestation, über die beispielsweise Smartphones oder E-Bikes aufgeladen werden können. Zwei Monate später stand ein Prototyp, fünf Monate später wurde ein eigenes Unternehmen gegründet. #erfolgsgeschichte

Der LitTree ist ein gutes Beispiel, was aus Vernetzung von unterschiedlichen Akteuren hier in der Region – in dem Fall Gründerteams – entstehen kann, eines der Ziele, die wir mit dem ZDI Mainfranken verfolgen.  


Wir haben bei einem der beteiligten Gründer nachgefragt, Christoph Sasse. Er ist Geschäftsführer von AlphaOmegaGreenexterner Link, ein Full-Service-Anbieter für erneuerbare Energien. Sie bieten neben Projektierung auch Softwarelösungen für dezentralen Stromhandel und Analysetools an.

Ihr, das heißt, die Start-ups AlphaOmegaGreen, maama'sexterner Link und ZEUSexterner Link habt innerhalb kürzester Zeit gemeinsam einen LitTree entwickelt. Was ist genau der LitTree und wie kam es zur Idee? 

Die Idee entstand im Januar 2021. Die Gründer von maama's und ZEUS, wie wir Mieter im Inkubator des ZDI, arbeiteten zu dem Zeitpunkt schon zusammen. maama's bietet einen Lieferservice an, bei dem Nutzer:innen per App regionale Lebensmittel bestellen können, die per ZEUS E-Scooter geliefert werden. 

In einer Mittagspause im Inkubator sprachen wir, das heißt, die Gründer von AlphaOmegaGreen und maama's, darüber, dass es doch einen besseren Weg geben müsse, als die Akkus der E-Scooter an einer zentralen Stelle aufzuladen und dafür verhältnismäßig lange Wege zurückzulegen.

Die Frage hat uns nicht mehr losgelassen. Wir haben überlegt, wie Akkus dort geladen werden können, wo sie gebraucht werden. Daraus entstand die Idee zu einem "Baum", der eigentlich überall in der Stadt stehen kann und über den dann Akkus aufgeladen werden. 

Der LitTree, wie wir ihn genannt haben, bezieht seinen Strom zu 100 Prozent über Solarpaneelen, die auf dem "Dach" angebracht sind. Er ist dadurch autark und kann so auch an Stellen aufgestellt werden, an denen sonst ein Netzanschluss schwer zu realisieren wäre. 

Unsere Vision ist, dass jeder, der zukünftig unterwegs Energie braucht, sie von unserem Baum beziehen kann, etwa um ein E-Bike zu laden, das Smartphone oder einen E-Scooter. Die Anwendungsfelder sind nahezu unbegrenzt.

Wie ging es weiter? 

Wir waren so von dem Projekt überzeugt, dass wir so schnell wie möglich viele LitTrees in den Städten sehen wollten. Wir haben daher in unserer Freizeit weiter an der Idee gearbeitet. 

Nach zwei Monaten hatten wir einen Prototypen, der seit März vor dem Innovations- und Gründerzentrum Würzburg (IGZ) steht. Gleichzeitig hatten wir das Projekt verschiedenen Leuten vorgestellt und viel positives Feedback erhalten. Der Gründer des Start-up ZEUS, Damian Young, war begeistert und ist mit eingestiegen. Im April 2021 haben wir dann gemeinsam eine neue Firma gegründet, die ECO URBAN MOBILITY SYSTEMS, über die der LitTree be- und vertrieben werden soll. 

Wie viele LitTrees stehen aktuell bzw. sind in Planung?

Neben dem ersten LitTree am IGZ sind 20 weitere kurz vor der Herstellung bzw. Auslieferung (Stand Mai 2021).

Wer ist eure Zielgruppe?

E-Scooter-Sharing-Anbieter, Urban-Gardening-Projekte, Kommunen sowie Unternehmen, die Mobilitätskonzepte für Wohnkomplexe brauchen. 

Wie geht es weiter? 

Als Erstes wollen wir ein eigenes Netz mit verschiedenen LitTrees aufbauen, um möglichst schnell Städte lebenswert und fit für die Zukunft zu machen. Wir sehen uns auf jeden Fall als Infrastrukturbetreiber. Natürlich haben wir auch nichts dagegen, einen Baum privat zu verkaufen, aber Priorität hat aktuell ganz klar unser eigenes Netz. 

Danke dir für die Antworten. 


Wir finden es beeindruckend, in welcher Geschwindigkeit aus einer Idee beim Mittagessen ein konkretes Produkt samt eigens dafür gegründeten Unternehmen entstanden ist. Die Webseite ist aktuell noch im Aufbau, für Fragen steht Christoph Sasse gerne zur Verfügung: info@aogreen.io.

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