Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK
News

VR Bank gründet InnoBrain

VR Bank gründet Tochterfirma für die Entwicklung skalierbarer Softwareprodukte und digitale Geschäftsmodelle

Unser Netzwerkpartner VR-Bank hat mit der InnoBrain GmbHexterner Link eine Tochterfirma gegründet, die sich auf die Entwicklung skalierbarer Softwareprodukte und digitale Geschäftsmodelle fokussiert. Was heißt das und wie sieht das konkret aus? 

Wir haben bei Dr. Marcus Fischer nachgefragt, neben Dr. Florian Imgrund Geschäftsführer der InnoBrain GmbH. Beide waren unter anderem am Digitalkompassexterner Link beteiligt, einer gemeinsam mit der Universität Würzburg und der IHK Würzburg-Schweinfurt 2019/2020 durchgeführten Studie, bei der 50 mainfränkische Unternehmen zum Stand der Digitalisierung befragt wurden. 

Bevor wir zum neuen Unternehmen InnoBrain kommen, was war die wichtigste Erkenntnis, die du aus dem Digitalkompass gezogen hast?

Dr. Marcus Fischer: Eine Haupterkenntnis der Studie war, dass sich zwar immer mehr Firmen auf die digitale Abbildung interner Prozesse und Strukturen fokussieren, gleichzeitig fehlt es oft noch an Ideen, um mit digitalen Produkten und Leistungen Geld zu verdienen. Mit der InnoBrain GmbH versuchen wir, diesen Missstand zu beheben und gemeinsam mit Unternehmen skalierbare Softwareprodukte und digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. 

Was heißt das konkret? 

Aktuell entwickeln Unternehmen eine Softwarelösung für sich und ihre Herausforderungen; eine Individualsoftware. Unser Ansatz ist zu überlegen: Ist das wirklich so speziell oder stehen auch andere Unternehmen vor genau dieser Herausforderung? Nehmen wir das Beispiel einer Hausverwaltung. Sie möchte für die Verwaltung ihrer Immobilien eine Softwarelösung einsetzen. Die meisten würden aktuell ein für sie passendes Tool entwickeln bzw. entwickeln lassen. Eine solch isolierte Problembetrachtung halten wir aber nicht für zielführend. 

Wir überlegen stattdessen gemeinsam mit dieser Hausverwaltung, inwiefern ihre Lösung auch von anderen Unternehmen eingesetzt werden kann, und mit welchem Geschäftsmodell man das sinnvoll anderen anbieten könnte. Uns geht es darum, vom Markt her zu denken und das Marktpotenzial zu erkennen. 

Bei diesen und anderen Fragestellungen helfen wir der VR-Bank, ihren Partnern, aber auch mittelständischen Unternehmen aus ganz Deutschland.

Was steht deiner Meinung nach einer Denke vom Markt her im Wege? 

Verschiedene Dinge. Zum einen die Überzeugung, dass man am besten ein großes System hat, das alles abdeckt. Das halten wir nicht für sinnvoll, und es skaliert natürlich auch nicht. Besser ist es, kleinere Lösungen zu haben, deren Schnittstellen einen offenen Datenaustausch erlauben und mit denen Prozesse tool- und unternehmensweit automatisiert werden können. 

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit der VR-Bank? 

Durch ein gemeinsames Projekt bei der VR-ImmoService Mainfranken GmbH, ein Tochterunternehmen der Bank. Sie hatten sich dort mit den zahlreichen Herausforderungen der Digitalisierung des eigenen Geschäftsbetriebs beschäftigt, beispielsweise eine bessere Sichtbarkeit im Onlinegeschäft. Außerdem waren die Prozesse noch von vielen manuellen Tätigkeiten geprägt und eine digitale Anbindung an Partnerunternehmen in vielen Fällen quasi nicht vorhanden. 

Im Rahmen eines 12-monatigen Projekts haben wir mit allen Beteiligten intensiv zusammengearbeitet und konnten so gemeinsam die VR-ImmoService Mainfranken zu einem digitalen Unternehmen weiterentwickeln. Zahlreiche Prozesse sind heute nicht nur digitalisiert, sondern teilweise oder vollständig automatisiert. Außerdem hat sich die Sichtbarkeit im Netz nachhaltig verbessert und der neue zentrale Datenpool bietet enormes Potential für die Innovation des Geschäfts sowie der Entwicklung neuer Services und Erlösmodelle. 

Kam es aufgrund dieser engen Zusammenarbeit zur Gründung einer gemeinsamen Firma? 

Ja. Nachdem sich das Projekt innerhalb der VR-Bank herumgesprochen hat, durften wir unser Vorgehen und die Ergebnisse auf Vorstandsebene präsentieren. Dabei haben wir sofort gemerkt, dass das Mindset und die Vision aller Beteiligten übereinstimmen und dass wir mit dem Ansatz auch vielen anderen Unternehmen helfen können, echte Probleme zu lösen, insbesondere bei der Entwicklung digitaler Ökosysteme. Obwohl die digitale Immobilienverwaltung heute noch das Hauptgeschäftsfeld der InnoBrain GmbH ist und gleichsam rasant wächst, wollen wir neue skalierbare Produkte in anderen Branchen entwickeln und etablieren. Daher: Wir freuen uns auf spannende Kundenherausforderungen.